17cm Variante

Schulfreierklärung für ausgewählte Lehrberufe im Bereich „kritische Infrastruktur“

In Abstimmung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit der Wirtschaftskammer ist es zum Zwecke der Sicherstellung der Grundversorgung notwendig, dass für Lehrlinge der nachstehend genannten Lehrberufe die Tage vom Montag, 23. März 2020 bis inklusive Freitag, 3. April 2020 aus zwingenden und im öffentlichen Interesse stehenden Gründen für schulfrei erklärt werden.

  • Einzelhandel mit den Schwerpunkten
    • Lebensmittel
    • Feinkostfachverkauf
    • Parfümerie
    • Telekommunikation
  • Drogist/in
  • E-Commerce-Kaufmann/ E-Commerce-Kauffrau
  • Betriebslogistikkaufmann/-frau
  • Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz
  • Großhandelskaufmann/-frau
  • Medizinproduktekaufmann/-frau
  • Applikationsentwicklung – Coding
  • Fleischverarbeitung
  • Fleischverkauf
  • Bäcker
  • Backtechnologie
  • Lehrberuf Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft mit den Schwerpunkten:
    • Getreidemüller
    • Futtermittelherstellung
  • Lebensmitteltechnologie
  • Pharmatechnologie
  • Bankkaufmann/-frau
  • und alle Doppellehren zu diesen Lehrberufen

Im Zusammenhang mit der Schulfreistellung wird auf § 10 Abs. 10 Schulzeitgesetz hingewiesen und festgehalten, dass eine Einbringung der Schulzeit jedenfalls erfolgen muss, wenn die im Lehrplan vorgesehene Zahl der Unterrichtsstunden für eine Schulstufe um mehr als ein Zehntel unterschritten wird. Durch die Anordnung der Einbringung von Schulzeit dürfen die Hauptferien um nicht mehr als zwei Wochen verkürzt werden.

Betroffen sind sowohl Schülerinnen und Schüler, die im genannten Zeitraum einen Lehrgang besuchen, als auch Schülerinnen und Schüler, die einen jahrgangsmäßig organisierten Berufsschulunterricht absolvieren.

Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, dass sie, da sie schul- und damit unterrichtsfrei haben, ihre Tätigkeit im genannten Zeitraum im Betrieb aufnehmen müssen.

Die betroffenen Berufsschülerinnen und -schüler

  • nehmen ihre Tätigkeit im Betrieb auf,
  • behandeln im gegebenen Zeitraum keine schulischen Arbeitsaufträge und
  • müssen ihr Lern- und Arbeitspensum nicht dokumentieren.