Film "Seeing Voices"

Im Rahmen der Umsetzung der Gegenstände Deutsch, Geschichte und Politische Bildung empfiehlt das Bundesministerium für Bildung den Besuch der Veranstaltung für Schüler und Schülerinnen ab der 9. Schulstufe.

Filmvorführungen für SchülerInnen "SEEING VOICES", Österreich 2016, Länge: 93 Minuten
Empfehlung zum Besuch des Films im Rahmen des Schulunterrichts in ausgewählten österreichischen Kinos
Geltung 2016/17

Thema:
Der Dokumentarfilm begleitet einige gehörlose Menschen in ihrem Alltag: Eine Politikerin, eine Jugendliche in einem Berufsorientierungskurs, eine Trainerin und eine Familie, in der alle Mitglieder – bis auf eins der Kinder – gehörlos sind.

Kontaktdaten zur Buchung:
Die Buchung von Schulvorstellungen bitte direkt über den Verleiher Filmlade
Filmladen GmbH,
Mariahilferstr. 58/7, 1070 Wien
Tel: +43 1 523 43 62-11
Florian Schober, BA
f.schober@filmladen.at
Weitere Informationen sowie Unterrichtsmaterial unter: www.filmladen.at

Im schulischen Kontext bietet der Film u.a. folgende thematische Anknüpfungspunkte: Inklusion, Gesellschaft, Diversity, Gleichberechtigung, Muttersprache, Bildung, Politische Bildung.

Inhalt:
Die Protagonistinnen sind zwar gehörlos, aber ohne Worte sind sie deshalb nicht: Die Gebärdensprache birgt ein Paralleluniversum voller Ausdruckskraft, das den meisten Hörenden unerschlossen bleibt. Ayse, Helene und die gehörlosen Mitglieder der Familie Hager vermissen weder Musik noch das Zwitschern der Vögel – schließlich haben sie es nie gehört – sehr wohl aber das Recht auf ihre Muttersprache. Diesen schmalen Grat zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt meistern sie alle auf völlig unterschiedliche Weise. Man erfährt von Barrieren, Möglichkeiten, Ängsten und den Problembereichen zwischen hörenden und gehörlosen Menschen. Es gibt einen Einblick in die Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten von gehörlosen Menschen sowie in die österreichische Gebärdensprache, ihre Stellung und die „Kultur der Gehörlosen“ bzw. „Gehörlosenidentität“. Der Film spielt in Wien und wird zu einem guten Teil in Gebärdensprache mit deutschen Untertiteln präsentiert.

Jugendschutz:
Alles in der Inhaltsbeschreibung Angeführte ist durchaus interessant für Jugendliche. Speziell die Schülerin Ayse, die nun einen Berufsorientierungskurs besucht und sich schlussendlich für eine Lehre entscheidet, bietet Identifikationsmöglichkeiten für Jugendliche. Die Kommission hält aber auch fest, dass der Dokumentarfilm keine erläuternde Off-Stimme hat und auch sonst nicht speziell auf ein jüngeres Publikum Rücksicht nimmt. Der Film wird sich also eher nur am Thema interessierten Jugendlichen erschließen. Dennoch hebt die Kommission aus inhaltlichen Gründen den Dokumentarfilm als empfehlenswert ab 14 Jahren hervor.
Freigegeben für alle Altersstufen.
Positivkennzeichnung empfehlenswert als Dokumentarfilm ab 14 Jahren.